Entscheidung über einen Neigungsschwerpunkt:
Die nachfolgenden Erläuterungen sollen Ihnen/euch bei der Entscheidung behilflich sein.
1. Fremdsprachen „Französisch“
Die Kenntnisse fremder Sprachen gewinnen immer stärkere Bedeutung auf dem Hintergrund des Gedankens des europäischen Wirtschafts- und Kulturraumes. In den Jahrgängen 7 – 10 werden Vokabular und Grammatik sowie die Fertigkeiten Hören, Lesen, Sprechen und Schreiben trainiert.
Die Schüler/innen werden neben dem Lehrbuch mit den kulturellen Gegebenheiten Frankreichs bekannt gemacht. Sie müssen bereit sein, sich in ihrer häuslichen Arbeit mit den neuen Strukturen und dem neuen Wortschatz auseinanderzusetzen, bzw. sie zu lernen.
Wer an der Realschule vier Jahre Französisch gelernt hat, braucht bei einem eventuellen Übergang in eine gymnasiale Oberstufe keine zweite Fremdsprache mehr zu belegen. Die Kenntnis der französischen Sprache wird sowohl bei der Berufsfindung als auch im Freizeitbereich, vor allem bei der Vorbereitung und Durchführung von Reisen ins Ausland, von großem Nutzen sein.
2. Sozialwissenschaften
Im Fach Sozialwissenschaften geht es darum, sich Informationen und Methoden zu gesellschaftlichen Fragestellungen anzueignen, Meinungen zur Diskussion zu stellen und gesellschaftliche Handlungskompetenz zu gewinnen, wie man als einzelner, in Gruppen oder im Staat seine Interessen verantwortlich vertritt.
Dabei stehen in den Klassen 7 und 8 Bezüge aus dem persönlichen Erleben eher im Vordergrund, in den Klassen 9 und 10 kommen allgemeine und theoretische Fragestellungen in Bezug auf Politik und Gesellschaft hinzu.
Es gibt keine Voraussetzungen, um am Fach Sozialwissenschaften teilnehmen zu können, allerdings sollte jeder motiviert und arbeitsbereit sein. Das Fach Sozialwissenschaften nimmt als Klassenarbeitsfach Lernbereitschaft ernst, wichtig ist aber darüber hinaus Interesse und Offenheit, über gesellschaftliche Fragen vorurteilsfrei nachzudenken und sich für politische
Problemlösungen zu interessieren.
Mögliche Themenbereiche sind:
Klasse 7 und 8
Umwelt und Naturschutz, Aufwachsen und Lernen (Rollen/Rollenkonflikte in Gruppen, in der Familie/Schule), Konsum und Vorsorge (Kaufverhalten, Markt, Verträge), Mitgestaltung politischer Prozesse, Arbeit und Berufswahl (z.B. geschlechtsspezifische Berufswahl), Geschlechter.
Klasse 9 und 10
Soziale Ungleichheit/Armut, Wirtschaftsordnung, Politisches System der Bundesrepublik, Krieg und Frieden, globale Weltprobleme, Familientheorie, Jugendkultur, Europa.
3. Technik
Technik ist neben Physik und Chemie ein sehr praxisorientiertes Fach. Der Mensch und die Technik sind untrennbar miteinander verbunden. Technik ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie hilft bei Problemen im Haushalt, kann aber auch knifflige Probleme im Berufsleben lösen. High-Tech nimmt immer mehr Einfluss auf unser Leben. Deshalb sollten wir mehr über Technik in Erfahrung bringen. Das hilft uns in der Zukunft, gerade in Zeiten von Industrie 4.0.
Aber Achtung liebe Schülerinnen und Schüler:
Es wird nicht nur gebaut, es gibt natürlich auch immer einen Theorieanteil, den man für die bevorstehenden Klassenarbeiten beherrschen muss.
- Klasse 7/8: 6 Klassenarbeiten pro Schuljahr, davon eine praktische Arbeit.
- Klasse 9/10: 4 Klassenarbeiten pro Schuljahr, davon eine praktische Arbeit.
Denkt bitte daran, dass in einem Kurs aus Sicherheitsbestimmungen nur maximal 18 Schülerinnen und Schüler sein dürfen. Die Voraussetzungen sind:
- handwerkliches Geschick bzw. Spaß am Umgang mit Holz, Metall, usw. / genaues Zeichnen und räumliches Denken / Genauigkeit beim Arbeiten, Messen, usw.
Die Kosten pro Schuljahr betragen 10€.
Da Technik so umfangreich ist, haben wir Schwerpunkte für die einzelnen Jahrgangsstufen gesetzt und für dich aufgelistet. Du kannst dir so einen groben Überblick verschaffen:
- Klasse 7
- Sicherheit / Bohrmaschinenführerschein
- Holz
- Technisches Zeichnen
- Löten
- Maschinenkunde
- Klasse 8
- Getriebetechnik
- Elektromagnetismus
- Elektrotechnik
- Technisches Zeichnen
- Klasse 9
- Flug und Fliegen
- Elektronik
- Metall
- Bautechnik
- Kooperation mit der Firma HDO in Paderborn zum Thema Metall
- Klasse 10
- Elektronik
- Verbrennungsmotoren
- Kunststoffe
- Steuern und Regeln
4. Biologie
Das Fach Biologie ist geeignet für Schüler/Innen, die Freude daran haben, interessante Bereiche ihrer natürlichen Umwelt z.T. in selbstständiger Arbeit zu untersuchen, um sie genauer zu verstehen und Zusammenhänge besser zu durchschauen.
Biologie soll Verständnis für ökologische Zusammenhänge wecken (Themenschwerpunkte in Klasse 7 und 8 neben der Vertiefung von Vorwissen), die Kenntnisse über den eigenen Körper erweitern (Themenschwerpunkt in Klasse 9) und übergreifende Themenbereiche mit gemachten Beobachtungen verknüpfen (z.B. u.a. Genetik und Evolution als Themenschwerpunkte in Klasse 10).
Im verstärkt experimentellen Gruppenunterricht der Klassen 7 – 10 sollen biologisches Wissen, experimentelle Fertigkeiten und soziale Fähigkeiten und das Interesse an naturwissenschaftlichen Problemen vermittelt werden.
Die Schüler/Innen lernen, Versuche zu planen, durchzuführen und auszuwerten, Abbildungen, Zeichnungen, Tabellen und Diagramme selbst anzufertigen und auszuwerten. In den höheren Klassen setzen sie sich verstärkt mit den Inhalten anspruchsvoller Sachtexte auseinander.
Die Themenbereiche sind:
Klasse 7
Der Wald, ein Ökosystem – Pflanzen des Waldes – Stockwerkbau – niedere Pflanzen (Moose, Farne) – Tiere des Waldes – lebendiger Waldboden – Fotosynthese – saurer Regen – Klimawandel – Stoffkreisläufe – Schäden und Schutz des Waldes – Einfluss des Menschen durch Industrie und Landwirtschaft – Einzeller …
Geplant sind hierzu Exkursionen, in denen z.B. Anpassungserscheinungen an Licht oder Wind, die Zersetzer im Waldboden beobachtet werden können und in denen die Artenkenntnis erweitert werden kann.
Klasse 8
Ökosystem Meer – Gesundheit und Krankheit (Immunsystem, Allergien, Antibiotika, Aids, Resistenzen…) – menschliche Sexualität Teil 2 (z.B. Schwangerschaft, Werte in der Partnerschaft) – Drogen und Sucht
Klasse 9 und 10
Gehirn – Nervensystem – Gedächtnis – Hormonsystem
Embryonalentwicklung – Aufwachsen und Altern – Stammzellen – Knochenmarkstransplantationen – Cytologie – Genetik – Gentechnik – Evolution…
Die erworbenen Grundlagen dürften den Schüler/Innen nach ihrer Schulzeit in naturwissenschaftlichen und medizinischen Berufsfeldern gute berufliche Chancen bieten
5. Physik
Wenn ihr neugierig seid und Spaß daran habt, die Welt um euch herum zu verstehen, dann ist Physik das perfekte Fach für euch! Hier sind einige Gründe, warum ihr Physik als Wahlpflichtfach wählen solltet:
Experimente durchführen: In Physik geht es um die Naturgesetze, die unsere Welt regieren. Und um diese Gesetze wirklich zu verstehen, ist es wichtig, sie in der Praxis zu erforschen.
In Physik werdet ihr viele Experimente durchführen, um zu sehen, wie die Gesetze in der Realität funktionieren. Das macht den Unterricht spannend und anschaulich und ihr werdet verstehen, warum die Dinge so sind, wie sie sind.
Praktische Arbeit: Physik ist ein sehr praktisches Fach. Ihr werdet lernen, wie man mit verschiedenen Instrumenten und Geräten arbeitet, um die Gesetze der Physik zu verstehen und anzuwenden. Ihr werdet zum Beispiel lernen, wie man Stromkreise aufbaut, wie man Geschwindigkeit misst oder wie man die Kräfte auf ein Objekt berechnet.
Zusammenarbeit mit anderen Schülern: In Physik werdet ihr oft mit anderen Schülern zusammenarbeiten, um Experimente durchzuführen und Aufgaben zu lösen. Dies fördert das Teamwork und die Zusammenarbeit, was auch im späteren Berufsleben von Vorteil sein kann. Gemeinsam werdet ihr Ideen austauschen, eure Ergebnisse diskutieren und so voneinander lernen
Insgesamt bietet Physik also viele Möglichkeiten, um praktisch zu arbeiten, zu experimentieren und im Team zu arbeiten. Wenn ihr neugierig seid und die Welt um euch herum verstehen möchtet, dann solltet ihr Physik als Unterrichtsfach wählen.
6. Chemie
Die Chemie ist eine experimentell orientierte Naturwissenschaft. Die Ziele der Chemie sind:
- den Aufbau von Stoffen zu untersuchen
- neue Stoffe herzustellen
- Stoffe zu analysieren
- Stoffeigenschaften zu erklären
Im Chemieunterricht lernst du die Denkweisen der Naturwissenschaften am Beispiel der Chemie kennen.
Du führst Experimente durch, wertest sie aus und erlangst Kenntnisse über wichtige Stoffe. Du lernst deren Eigenschaften kennen und wie du mit ihnen umgehen kannst. Du wirst in die Lage versetzt schlaue Lösungen für Umweltprobleme zu finden.
DESHALB BIST DU IN DER CHEMIE RICHTIG:
1. du bist neugierig
2. du bist experimentierfreudig:
– du möchtest Versuche durchführen
– du möchtest Versuche beobachten
– du möchtest Versuche deuten und entwickeln
3. du hast Freude an naturwissenschaftlichen Themen und Denkweisen
Folgende Themen erwarten dich:
– Stoffe und ihre Eigenschaften
– Stoffe mischen und trennen
– Feuer und Flamme
– Ohne Wasser geht nichts
– Die Luft in der wir leben
– Metalle, Gewinnung und Verarbeitung, Verwendung
– Säuren und Laugen im Alltag und in der Umwelt
– Salze
– Aufbau von Stoffen
– Energieformen
– Fossile Brennstoffe
– Alkohol, Essig, Ester- Produkte für Alltag und Technik
– Chemische Produkte aus Labor und Natur: Fette, Seife, Waschmittel
– Kunststoffe DAS
7. Informatik
Informations- und Kommunikationstechnologien sind zu einem wesentlichen Bestandteil von Wirtschaft, Gesellschaft, Arbeit und Freizeit geworden. Sie haben entscheidende Bedeutung u.a. in der Nachrichtenübermittlung, der Speicherung und Verfügbarkeit von Wissen, der Prozessautomatisierung, der Büroarbeit und im Gesundheitswesen. Die Globalisierung der Wirtschaft und diese Technologien sind eng miteinander verknüpft und bedingen eine starke Veränderung der Qualitätsanforderungen am Arbeitsplatz. Fertigkeiten im Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien und damit zusammenhängende soziale Kompetenzen sind gefordert, um den Herausforderungen gerecht zu werden. Mit der Unterhaltungselektronik und den medialen Möglichkeiten beeinflussen Informationssysteme stark das Freizeitverhalten der Menschen und bieten Chancen und Risiken für die gesellschaftliche Teilhabe.
Der Informatikunterricht soll die Schüler*innen auf ein Leben in einer von digitalen Technologien durchdrungenen Welt vorbereiten und Kompetenzen vermitteln, die zur Bewältigung und Mitgestaltung von Zukunftsaufgaben befähigen. Das Fach liefert nachhaltige theoretische und konzeptuelle Hintergründe zu den Informations- und Kommunikationstechnologien. Die Schüler*innen erwerben Kenntnisse über Medienanwendungen und die Nutzung von Medienangeboten; Fähigkeiten zur kritischen und verantwortungsvollen Analyse, Modellierung und Implementierung einfacher Informatiksysteme. Dabei konzentriert sich der Unterricht auf fundamentale und zeitbeständige informatische Ideen, Konzepte und Methoden und schließt auch die Auseinandersetzung mit Fragen einer sozialverträglichen Gestaltung und der Sicherheit von Systemen sowie der Folgen und Wirkungen ihres Einsatzes. Die Schüler*innen werden dadurch befähigt auch zukünftige Entwicklungen zu nutzen, zu verstehen und zu beurteilen.
Für Informatik wird keine Spielekonsole benötigt. „Gamer“ sind oft nicht gut in Informatik, da sie falsche Erwartungen an das Fach haben. Informatik ist für Mädchen und Jungen geeignet. Die Schüler benötigen kein Vorwissen am Computer. Für den Informatikunterricht sollten Schüler …
… mathematisch gut sein um mit Maßeinheiten, Zahlen und Algorithmen zurechtzukommen.
… Spaß am logischen Denken und Knobeln haben um Programmieraufgaben lösen zu können.
… davon ausgehen, dass Themen auch ohne Computer behandelt werden und eine kritische sprachliche oder mathematische Bearbeitung im Heft erfordern.
Der Lehrplan Informatik ist gerade im Aufbau und kann noch leichten Veränderungen unterliegen. Bisher geplante Themen sind: Hardware (Wie ist ein Computer aufgebaut?), Maßeinheiten (Größen in der Informatik), Dualzahlen (Wie rechnet ein Computer?), Object Draw (Einführung in den Objektbegriff), LOGO (Einführung strukt. Programmierung), Technisches Zeichnen (3D-Druck), Scratch (Wir programmieren kleine Spiele. Einführung in OOP), Die Geschichte des Computers (Entwicklung von Hardware & BS), Datenschutz und Datensicherheit, Das Internet, Dateiformate (Grafikformate und Kompression), Bildbearbeitung, Webseiten gestalten (HTML/CSS), Kara (Wir programmieren einen Marienkäfer – Vertiefung Algorithmen), Javascript (Einstieg in eine professionelle Sprache), Datenbanken (ER-Modelle; Einstieg in SQL), Simulationen mit einer Tabellenkalkulation, geheim ist geheim (Kryptographie), Netzwerke
Ab der 7. Klasse wählen die Schüler*innen ihr Wahlpflichtfach. Dieses Fach bietet die Möglichkeit sich nach seinen eigenen Neigungen und Interessen zu spezialisieren. Mit Schüler*innen gleicher Interessen wird ein Kurssystem gebildet, in dem das Wahlpflichtfach mit drei Stunden in der Woche unterrichtet wird. Formal nehmen die Wahlpflichtfächer den gleichen Stellenwert wie die Hauptfächer ein: Dementsprechend werden Kursarbeiten geschrieben. Oft haben diese Fächer den Schüler*innen schon geholfen ihren Notenschnitt zu verbessern oder Leistungen in den anderen Hauptfächern auszugleichen.
Aber Achtung: Ein Wahlpflichtfach sollte gut ausgewählt werden. Denn auch diese frühe Entscheidung kann schon Auswirkungen auf die Zeit nach der Realschule haben: Solltet ihr euch zum Beispiel für das Fach Französisch entscheiden, habt ihr schon einen starken Grundstein für das allgemeine Abitur. Denn die dazu nötige zweite Fremdsprache habt ihr damit abgedeckt. Die technischen Kurse wie Physik, Informatik und Technik bieten schon einige Einblicke und Kenntnisse in die spätere Berufswelt. Dies kann ein entscheidender Vorteil für eine zukünftige Auswahl einer Ausbildung im Dualen System sein. Firmen, wie z.B. Benteler oder HDO zeigen schon Interesse an den Schüler*innen dieser Kurse, so dass wir in Projekten regelmäßig zusammenarbeiten.
Die Realschule Schloss Neuhaus bietet eine außergewöhnlich große Auswahl an Wahlpflichtkursen an:







