Schmuck aus Perlen

Wer mag wohl der erste Mensch gewesen sein, der sich die Mühe machte, sich nach einem hohlen Knochen oder einem Tierzahn zu bücken, um daraus ein Schmuckstück herzustellen?

Genau dieser Frage sind Schüler der 8. Klassen nachgegangen und haben in der Kulturgeschichte der Perlen recherchiert.

Sie erfuhren, dass Perlen früher als Zahlungsmittel dienten, da diese aufgrund ihrer Seltenheit entsprechend wertvoll waren.

Die Zählbarkeit der Perlen spielte nicht nur im Handel, sondern auch in der Religion eine wichtige Rolle. Aus der Möglichkeit, selbst im Dunkel der Moscheen etwas zählend kontrollieren zu können, entstanden die Gebetsketten der Mohammedaner. Später entwickelten sich daraus die Rosenkränze der katholischen Kirche. Insbesondere muslimische Schüler hatten so Gelegenheit, ihre Gebetskränze im Unterricht vorzustellen und die Bedeutung zu erklären.

Des Weiteren lernten die Schüler noch andere Kulturen kennen, bei denen Perlen ebenfalls eine wichtige Rolle im Leben spielen: der Eingeborenenstamm der Zulus (Afrika) und die Indianer.

Bei den Zulus sind Perlenarmbänder neben ihrer schmückenden Funktion auch  Kommunikationsmittel: man überbringt damit Nachrichten; z.B. eine Liebeserklärung.

Indianer gestalten seit jeher Dinge, die zum täglichen Leben, aber auch zum Vollzug ihrer Riten gehören, mit großem Geschick. Männer wie Frauen sind gleichermaßen mit den Handarbeiten, wie z.B. das Herstellen von Kopfschmuck, das Verzieren von Lederhemden und –stiefeln, befasst.

Inspiriert von den wunderschönen Arbeiten aus anderen Kulturen haben die Schüler eigene Entwürfe angefertigt und Perlenarmbänder gewebt. Neben den selbst gebauten Webrahmen und den eigenen Entwürfen brauchten die Schüler für das Perlenweben Geschick, ein gewisses Maß an Ausdauer und geduldige Konzentration.

Sehen Sie selbst, welche schönen Arbeiten entstanden sind.

(Karin Schäfer)